Die Symptome einer Migräne sind vielfältig

Pochende, pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und häufig starke Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Ein Überblick

Pochende, pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und häufig starke Licht- und Geräuschempfindlichkeit  – die Symptome einer Migräne sind vielfältig.1,2 Obwohl Betroffene durch die wiederkehrenden Attacken meist stark in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind und die einfachsten täglichen Aufgaben nicht mehr erledigen können, werden die Beschwerden oft nicht ernstgenommen und in der Folge nicht ausreichend diagnostiziert und therapiert.3,4

Dabei ist Migräne eine der häufigsten und besonders belastenden Kopfschmerzformen, und nicht nur das: Tatsächlich ist sie eine ernste neurologische Erkrankung, die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den häufigsten chronischen Erkrankungen zählt.5 Die Betroffenen sind durch ihre Beschwerden im täglichen Alltag teilweise so stark eingeschränkt, dass die Erkrankung im Global Burden of Disease Survey 2010 weltweit zur siebthöchsten spezifischen Ursache für einen Behindertenstatus eingestuft wird.6

In Österreich leiden rund 10 % der Bevölkerung an Migräne. Die Erkrankung zählt damit neben Wirbelsäulenbeschwerden, Bluthochdruck und Allergien zu den häufigsten Krankheitsbildern.7,8 In Deutschland sind etwa 12 bis 14 % aller Frauen und 6 bis 8 % aller Männer von Migräne betroffen. Bei Klein- und Schulkindern bis zur Pubertät sind es 4 bis 5 %. Die meisten Frauen erleiden ihre erste Migräneattacke bereits zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr und Männer im Alter von 16 bis 20 Jahren. Bezüglich Häufigkeit und Schwere der Attacken erreicht die Migräne ihren Höhepunkt zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr und klingt ab dem 55. Lebensjahr langsam ab. Frauen sind dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer. Als Ursache kommen hormonelle Faktoren in Betracht. Allerdings wird auch vermutet, dass Erbfaktoren bei Frauen eine stärkere Wirkung entfalten als bei Männern.9

Ursachen und Auslöser der Beschwerden werden heute noch immer nicht vollständig verstanden, da sie sehr individuell sind. Migräne wird häufig nicht diagnostiziert und nur unzureichend behandelt.3,4 Dabei stehen wirksame Medikamente und Therapien zur Verfügung, die Migräne zwar nicht heilen, der Erkrankung aber den Schrecken nehmen und die Krankheitslast erheblich senken können.10–12

Was ist Migräne?

Migräne ist ein weit verbreitetes Leiden, das durch wiederkehrende Anfälle von heftigen, meist pochenden Kopfschmerzen charakterisiert ist.
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Symptome

Verschiedene Anzeichen – sogenannte Vorboten (Prodromi) – signalisieren bei vielen die nahende Attacke.
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Diagnose & Therapie

Trotz der Häufigkeit von Migräneerkrankungen und des hohen Leidensdrucks der PatientInnen erhalten etwa 40 % keine richtige Diagnose.
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Quellen

  1. Migraine Research Foundation. Migraine Fact Sheet 2015: www.migraineresearchfoundation.org, letzter Zugriff am 16.07.2018
  2. National Institute for Neurological Disorders and Stroke: www.ninds.nih.gov, letzter Zugriff am 24.04.2018
  3. Atlas of headache disorders and resources in the world 2011. WHO, Lifting the burden: www.who.int, letzter Zugriff am 24.04.2018
  4. The Global Burden of Disease survey 2010, Lifting The Burden and thinking outside-the-box on headache disorders: www.ncbi.nlm.nih.gov, letzter Zugriff am 24.04.2018
  5. Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2008; 9 (4), 76: www.kup.at, letzter Zugriff am 24.04.2018
  6. Migräne – Anfallsartiger, heftiger Schmerz: www.gesund.at, letzter Zugriff am 24.04.2018
  7. Neurologen und Psychiater im Netz: Was ist Migräne?: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org, letzter Zugriff am 24.04.2018
  8. World Health Organization. Headache disorders. www.who.int, letzter Zugriff am 24.04.2018
  9. Diamond S et al., Patterns of Diagnosis and Acute and Preventive Treatment for Migraine in the United States: Results from the American Migraine Prevalence and Prevention Study. Headache 2007; 47(3): 355–363
  10. Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Therapie der Migräne: www.dgn.org, letzter Zugriff am 24.04.2018
  11. Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.: Therapie und Versorgung bei chronischer Migräne: www.dmkg.de, letzter Zugriff am 24.04.2018
  12. P. Kropp et al. 2016: Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutische Interventionen zur Behandlung der Migräne / Leitlinie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: http://dmkg.de, letzter Zugriff am 24.04.2018